Partikelgrößen-Instrumente:

Es gibt zahlreiche Techniken, mit denen man die Menge und die entsprechende Größenverteilung einer Sammlung von Partikeln bestimmen kann.

Die Auswahl der richtigen Technik ist entscheidend, um zuverlässige Daten zu erhalten. Es gibt keine Technik, die für alle Materialien und Anwendungen geeignet ist. Aus diesem Grund bietet Micromeritics sechs verschiedene Partikelgrößenanalysatoren an, die mit unterschiedlichen Analysetechniken ausgestattet sind, um Ihrer Anwendung gerecht zu werden.

NanoPlus HD

Dynamische Lichtstreuung und Zetapotenzial:
NanoPlus HD ist eine Weiterentwicklung von NanoPlus und bietet außerdem eine hohe Definitionsgenauigkeit mit leistungsstarken 70-mW-Lasern, erweiterte Analysemöglichkeiten mit einer Vielzahl an Temperaturregelungen und mehr Effizienz.

 

Ein einzigartiges DLS- und ELS-System für:

  • Verbesserte Zetapotenzialgenauigkeit durch Analysen der gesamten Zelle mit Mehrpunktkorrektur.
  • Beseitigt den Einfluss von Elektroosmose-Fehlern.
  • Höhere Empfindlichkeit für eine verbesserte Qualität der Rohdaten und präzisere Ergebnisse.
  • Mehr Flexibilität bei Protein- und biologischen Proben durch eine Vielzahl an Temperaturregelungen, mit der die Probenintegrität gewahrt wird.

Micromeritics SubSieve AutoSizer (SAS):

Luftdurchlässigkeit:
Diese Technik basiert auf dem Prinzip des Druckabfalls in einem Festbett aus Pulver. Durch Variation der Probenhöhe und damit der “Porosität” des Bettes kann die durchschnittliche Oberfläche und Partikelgröße abhängig vom Druckabfall und Durchfluss nach der Carmen-Gleichung bestimmt werden.

Der Micromeritics SAS ist eine modernere und verbesserte Version des Fisher Model 95 Sub-Sieve Sizer. Der SAS hat die bewährte Partikelgrößenbestimmung durch Luftdurchlässigkeit drastisch verbessert. Luftdurchlässigkeitstechniken erzeugen spezifische Durchschnittsdaten zur Oberfläche von Pulverproben. Die spezifische Oberfläche von Partikeln hat einen deutlichen Einfluss auf die physikalischen Eigenschaften von Pulvern und steht bei Lack-, Toner-, pharmazeutischen und geologischen Anwendungen im Mittelpunkt.

  • Misst Partikelgrößen im Bereich von 0,2 bis 75 μm.
  • Entwickelt, um “Fisher-Nummern”-Ergebnisse zu erreichen, genau wie sein Vorläufer: der Fisher Sub-Sieve Sizer.
  • Einfache Einrichtung und Datenanzeige in Echtzeit.

Elzone II:

Elektrische Abtastzone:
Bei der elektrischen Abtastzonentechnik (Electrical Sensing Zone, ESZ), auch bekannt als Coulter-Prinzip, werden Partikel einzeln analysiert. Das System benötigt nur ein geringes Probenvolumen zur Analyse und bietet dabei die höchste Auflösung der hier vorgestellten Techniken bei der Partikelgrößenmessung. Das Probenmaterial wird als homogen dispergierte Suspension in einer Elektrolytlösung vorbereitet. In die Suspension wird ein kurzes Rohr mit einer kleinen Öffnung getaucht und an beiden Enden ist eine Elektrode angebracht. Eine Pumpe erzeugt einen Elektrolytfluss durch die Öffnung, wodurch eine leitende Bahn zwischen den beiden Elektroden entsteht und ein schwacher elektrischer Strom aufgebaut wird. Sowohl die Elektrolyte als auch die Partikel passieren die Öffnung. Da die Partikel nicht leitfähig sind, unterbrechen sie den elektrischen Stromfluss beim Eingang in die Öffnung. Ein elektrisches Signal entsteht, das proportional zum Volumen des Partikels ist. Jedes einzelne Partikel wird gezählt und gemäß dem Volumen klassifiziert, sodass eine Volumenfrequenzverteilung erzeugt wird. Die Partikel werden als kugelförmig interpretiert und der Partikeldurchmesser kann durch das Volumen bestimmt werden.

Im Gegensatz zu anderen Messtechniken können mit der elektrischen Abtastzonentechnik Proben mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften, Dichten, Farben und Formen gemessen werden. Elzone II kann die Größe, Anzahl, Konzentration und Masse von unzähligen organischen und anorganischen Materialien bestimmen.

  • Misst und zählt organische und anorganische Materialien von 0,4 bis 266 μm.
  • Unterschiedliche leitfähige Flüssigkeiten können verwendet werden, ohne dass umfangreiche Flüssigkeitseigenschaften hinzugefügt werden müssen.

  • Erfordert keine Vorkenntnisse zu Materialeigenschaften (Dichte, Brechungsindex)
  • Zu den automatisierten Funktionen gehören: Start-, Ausführungs- und Ausschaltungs-Routinen; Erkennung von Verstopfungen und Reinigung; Spülung und Kalibrierung.
  • Über eine CCD-Kamera wird in Echtzeit eine Videoanzeige der Öffnung zur Verfügung gestellt, um einen freien Erfassungsbereich sicherzustellen.

SediGraph III Plus:

Röntgen-Sedimentation:
Die Sedimentationsgeschwindigkeit von suspendierten Partikeln kann durch Messung der Konzentration von Partikeln ermittelt werden, die in einem bestimmten Zeitraum in Suspension bleiben. Bei dieser Technik wird die Verteilung der Gleichgewichtsgeschwindigkeiten von Partikeln gemessen, die sich durch eine Flüssigkeit unter dem Einfluss der Schwerkraft absetzen. Das Gesetz von Stokes bezieht diese Geschwindigkeiten auf Partikeldurchmesser von kugelförmigen Partikeln. Nichtkugelförmige Partikel werden gemessen, indem der Durchmesser einer Kugel aus demselben Material gemessen wird, die sich in derselben Suspensionsflüssigkeit mit der gleichen Geschwindigkeit absetzt.

Dieses Analysegerät kombiniert die bewährte SediGraph-Analysetechnik mit fortschrittlichen Instrumentierungsfunktionen, um eine überlegene Wiederholbarkeit, Genauigkeit und Reproduzierbarkeit zu gewährleisten. Der SediGraph III misst die Masse direkt durch Röntgenstrahlenabsorption und bestimmt die Partikelgröße durch direkte Messung der Absetzgeschwindigkeit. Direkte Messungen erfordern keine Modellierung.

  • Partikelgrößenbereich von 0,1 bis 300 μm.
  • Vollständige Partikelzählung.

  • Garantie während der gesamten Nutzungsdauer (7 Jahre) auf die Röntgenröhre.
  • Der optionale Autosampler MasterTech 052 ermöglicht die unbeaufsichtigte Analyse von bis zu 18 Proben.

Particle Insight:

Dynamische Bildanalyse:
Die Partikel werden homogen in einer Trägerflüssigkeit suspendiert. Sie durchlaufen eine dünne Durchflusszelle im Lichtweg. Das Licht wird durch die Durchflusszelle geleitet, wodurch die Umrisse der Partikel auf einen hochauflösenden Kamerasensor projiziert werden. Die hohe Bildrate und Auflösung der Kamera in Verbindung mit einem Hochgeschwindigkeits-Host-Computer ermöglicht die Beschreibung tausender Partikel pro Sekunde in Echtzeit. Diese Technik eignet sich hervorragend für Anwendungen, bei denen nicht nur der Durchmesser, sondern auch die Form wichtig ist, um die Leistung des Rohstoffs vorherzusagen.

Informationen zur Partikelform der Rohstoffe geben Herstellern die Möglichkeit, Vorgänge viel genauer zu steuern. Das Particle Insight-Gerät ist ein dynamisches Bild-Analysegerät, das ideal für Anwendungen ist, wo Informationen zur Form der Rohmaterialien, und nicht nur zum Durchmesser, wichtig sind.

  • Drei Modellgrößen – 1 bis 150 μm, 3 bis 300 μm und 10 bis 800 μm.
  • Echtzeit-Datenanzeige mit einer einzigartigen optischen Kamera mit hoher Bildrate und Auflösung zur Analyse von zehntausenden von Partikeln in wenigen Sekunden.

  • Auswahl aus 30 Größen-/Formparametern für die beste Ausrichtung auf die zu analysierenden Partikel.

  • Miniaturansichten aller analysierten Partikel zur Anzeige und Formfilterung nach der Messung in anpassbaren Partikeltyp-Ansichten.

  • Das Modul und die Optik für Umwälzproben ermöglichen statistisch gültige Messungen in kürzester Zeit.
  • Das Standardsystem ist sowohl mit wässrigen als auch mit organischen Flüssigkeiten kompatibel.

Saturn DigiSizer II:

Statische Lichtstreuung:
Die Partikelgröße kann durch die Art, wie sie Licht streuen, bestimmt werden. Die gebräuchlichste Anwendung dieser Technik ist die Kleinwinkel-Lichtstreuung (Low Angle Light Scattering, LALS), bei der eine Ansammlung von Partikeln durch eine monochrome, kohärente Lichtquelle beleuchtet wird. Alle Informationen zur Partikelgröße liegen in der Intensität im Vergleich zu den Winkeleigenschaften des Streuungsmusters. Daher ist eine genaue Messung der Lichtstreuungseigenschaften für die Gewinnung aussagekräftiger Partikelgrößendaten grundlegend.

Dieser moderne Laser-Partikelgrößenanalysator verwendet fortschrittliche Optik, CCD-Technologie und über drei Millionen Detektorelemente, um eine hochgradig empfindliche und hochauflösende Messung der Gliederungen im Streuungsmuster liefern zu können. Dies ermöglicht eine hohe Größendifferenzierung in der Grundgesamtheit der Probe.

Eine höhere Auflösung legt Informationen über das Material offen, die mit anderen Laser-Partikelgrößenmesssystemen unerkannt bleiben, sodass selbst bei komplexesten Probentypen genauere Ergebnisse erzielt werden.

  • CCD-Technologie mit hoher Winkelauflösung von bis zu 70 Grad liefert präzise Ergebnisse im Bereich von 40 Nanometern bis 2,5 Millimetern.
  • Schnelle, detaillierte Ergebnisse, die auf allen Saturn DigiSizer-Geräten wiederholbar und zwischen ihnen reproduzierbar sind.
  • Einheit zur Handhabung flüssiger Proben für automatische Probennahme, Verdünnung und Dispersion. Erhältlich in Standardkonfigurationen und Konfigurationen für kleine Volumen.